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Ein wenig paradox ist es schon: Obwohl wir die Adventszeit hier in Bayern auch als „stade Zeit” bezeichnen, scheint der Dezember doch alles andere als still zu sein. Die meisten reden eher von Weihnachtsstress, als von Besinnlichkeit.
Ursprünglich war die „Stille Zeit” vor Weihnachten als Zeit der Entschleunigung gedacht. Eine Zeit in der man sich zurückziehen sollte, um dem Himmel näher zu sein, während man sich auf das Fest der Ankunft des Herren vorbereitete. Diese religiöse Sichtweise des christlichen Weihnachtsfestes hat zwar in den letzten Jahren abgebaut, einige Bräuche bleiben uns dennoch erhalten. Die Christkindlmärkte zum Beispiel, die nicht nur in Bayern lange Tradition haben. Sie gehen zurück auf Verkaufsmessen im Spätmittelalter, auf denen Bürger sich zu Beginn der kalten Jahreszeit mit winterlichem Bedarf und Essen eindecken konnten.

Im 14. Jahrhundert kamen schrittweise Handwerker und andere Aussteller hinzu. 1310 wurde erstmals ein Nikolausmarkt in München urkundlich erwähnt. Festes Element der Vorweihnachtszeit wurden die Märkte so wie wir sie kennen aber erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Den Adventskranz gibt es deutlich kürzer - zumindest in Bayern. Erst vor gut 60 Jahren löste der Kranz das Paradeisl ab. Die Konstruktion aus 4 roten Äpfeln und Kerzen, die mit Stöcken zu einer Dreieckspyramide verbunden werden, symbolisierte in Altbayern das „Licht der Welt”. Auch Nüsse, vor allem Walnüsse, besaßen ursprünglich Symbolcharakter. Die Christen schmückten ihre Bäume damit und wollten so die Weisheit und die Worte Gottes ausdrücken, denen man erst auf den Grund gehen musste - wie man auch Nüsse erst knacken muss, um an den schmackhaften Kern zu kommen.
Nüsse gehören auch heute noch untrennbar zur Weihnachtszeit, jedoch weniger als Schmuck, sondern als Leckerei. Sie lassen sich beispielsweise hervorragend in Weihnachtsgerichten verarbeiten.
Beispielsweise in „Kartoffel-Walnuss-Pflanzerl mit Bratapfel und Honigschmand”. 

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